Telefon: +49 371 4 58 41 33
Fax: +49 371 4 58 41 36
E-Mail: kanzlei@ra-kohn.de
Andreas M. Kohn
Fürstenstraße 28
09130 Chemnitz

Seien Sie egoistisch!

Er weiß, wann auch ein Unfallgeschädigter im Rahmen seiner Scha­densminderungs­pflicht zur Mitarbeit verpflichtet ist.

Er weiß aber auch um die Berechnung des Haushaltsfüh­rungsschadens, der Nut­zungsausfallentschädigung und der Wertminderung (merkantil und technisch).

Insbesondere beim Personenschaden geht hierbei aber nichts ohne ein persönliches Gespräch. Zum einen, um die not­wendigen Informationen zu erhalten, da auch der Anwalt nicht von vorneherein wis­sen kann, was im vorliegenden Fall zu beachten sein könnte, ob das Opfer bereits vorgeschädigt ist, oder ob – auch wenn es sich um einen wirtschaftlichen To­talscha­den handelt – nicht doch die Möglichkeit be­steht, das Fahrzeug wieder reparieren zu lassen. Es besteht, nach der Rechtspre­chung des Bundesgerichtshofs nämlich die Möglichkeit, auch wenn der Reparatur­aufwand bis zu 130 % des Wiederbeschaf­fungswertes beträgt, dennoch eine Repa­ratur durchführen und das Fahrzeug wieder herstellen zu lassen, wobei hier aber an die durchzuführende Reparatur und an das Nachverhalten entspre­chende Anforde­rungen gestellt werden können.

Wenn aber entschieden wird, dass das Fahrzeug nicht mehr repariert werden soll, so steht dem Geschädigten der Wie­derbeschaffungswert des Fahrzeuges abzüglich des Restwertes zu. Zu beachten ist hier, dass nach der Reform des Schadensersatz­rechtes die Mehr­wertsteuer nur dann als Schaden akzeptiert wird, wenn und soweit sie tatsächlich bei der Schadensbeseitigung anfällt.