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Andreas M. Kohn
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Noch ein Wort

Oftmals hört man als Rechtsanwalt nach Abschluss einer Angelegenheit von einem Mandanten, daß die Gebührenrechnung doch sehr hoch ausgefallen sei und das dies ja nicht im Verhältnis stehe zu der "geleisteten" Arbeit.

Mit "geleisteter Arbeit" meint der Mandant dann oft die Arbeit, die für ihn klar er­sichtlich ist, also z. B. die Summe der von seinem Anwalt erhaltenen Schreiben in "seiner" Sache.

Ich bitte darum, nicht nur die Zeit zu sehen, die der Anwalt direkt im persönlichen Beratungsgespräch oder vor Gericht mit seinem Mandanten verbringt, sondern auch die Zeit zu sehen, die er zur Vor- und Nachbereitung benötigt: zum Akten­studium (vor allem in Strafsachen nicht selten mehrere Aktenordner voll), zum Entwerfen und Diktieren der Schriftsätze, zum Recherchieren von Urteilen und zum Lesen von Fachliteratur.

Mancher Mandant ist sichtlich beeindruckt von der Fülle an Büchern, Verzeichnis­sen und Loseblattausgaben, die in einer Anwaltskanzlei und hier natürlich beson­ders im Arbeitszimmer des Anwaltes stehen.

Sehr viele dieser Bücher werden jährlich neu aufgelegt. Ihre Anschaffung ist also keine einmalige Sache, sondern ein fester, sehr hoher Kostenfaktor. Ein Beispiel: Der "Palandt" – ein maßgeblicher Kommentar des BGB – erscheint jährlich neu und kostet derzeit 100,00 Euro.

Dies ist nur eines der unzähligen Bücher, die zwingend in jeder Kanzlei in der aktu­ellen Auflage vorhanden sein sollten und die regelmäßig, Jahr für Jahr aufgrund fortschreitender Änderungen des Rechts zu erneuern sind.

Ein weiterer massiver Kostenfaktor in jeder Kanzlei ist die Fort- und Weiterbildung – und hier nicht zwingend nur die des Anwaltes sondern auch die Weiterbildung seiner Mitarbeiter.