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Andreas M. Kohn
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Honorarvereinbarungen

Oftmals werden zwischen Anwalt und Mandant Honorarvereinbarungen geschlos­sen.

Dies bedeutet, dass von dem Vergütungsmodell des RVG abgewichen und die Ar­beit des Anwalts nach Aufwand und / oder nach konkret zu erbringenden Arbeitsergeb­nissen honoriert wird.

Hintergrund getroffener Honorarvereinbarungen ist, dass es Rechtsfälle geben kann, in denen wegen des engen Gebührenrahmens des RVG eine Bearbeitung für den Rechtsanwalt schlicht wirtschaftlich nicht lohnend oder der jeweilige Rechtsanwalt wegen be­sonderer Spezialisierung schlicht nicht für den im RVG geregelten Gebührensatz zu arbeiten bereit ist.

Da – wie oben dargelegt – die Höhe der dem Rechtsanwalt in Zivilsachen zustehenden Gebühr streitwertabhängig ist kann es dazu führen, dass die geleistete Arbeit in keinem Verhältnis zum Ertrag steht.

Wird zum Beispiel ein Streitwert von 500,00 Euro zugrunde gelegt, ist die Höhe einer Rechtsanwaltsgebühr gesetzlich bei 45,00 Euro festgelegt. Sind dann Ordnerweise Unterlagen zu sichten und darauf aufbauend Vertragsentwürfe zu fertigen, so liegt es auf der Hand, dass das Vergütungsmodell des RVG in diesem Fall nicht passen kann.

In diesem Kontext ist klarzustellen, dass Erfolgshonorare nur in Ausnahmen zulässig sind.

Insbesondere in Strafsachen ist es daher üblich und auch vollkommen legitim eine Gebührenvereinbarung z. B. als Pauschalhonorar oder auch als Stundensatzvergütung abzuschließen.